"Solln" kann wieder passieren, überall in Deutschland sagen jene, die sich täglich professionell in der hoffnungslosen Welt von Jugendgangs bewegen müssen. Denn es fehlen griffige Konzepte für ihre Mitglieder, für die "Brutalokids". Sie sind arbeitslos, zumeist ohne Schulabschluss und sehen sich als Verlierer einer Gesellschaft, in der nur Leistung zählt und Siegertypen gefragt sind. Ihren Frust und ihre Wut lassen sie an jenen aus, bei denen "etwas zu holen ist". Wenn sie prügeln und Geld für Drogen, Handys oder MP3-Player erpressen, sprechen die Täter von "Kids abziehen".

Die Gangs verbreiten Angst und Schrecken, auf der Straße, in U- und S-Bahnen wollen sie den Ton angeben. Die Kamera begleitet Jugendgangs bei ihren nächtlichen Streifzügen und begibt sich auf Spurensuche in einem Milieu, das durch Angst, Einschüchterungen und Perspektivlosigkeit geprägt ist.

ARD-exclusiv: Die Bluttat von Solln